Von Volker Schreiner / Associate Partner

Viele Unternehmen, egal ob KMU oder Konzern, streben die Entwicklung und Vermarktung von Alleinstellungsmerkmalen an. Sie treiben oftmals einen hohen Aufwand, indem sie eigene F&E Bereiche unterhalten, in denen Produkte und Prozesse optimiert und somit Wettbewerbsvorteile erarbeitet werden sollen.

Übermäßiger Know-how Schutz kann zu einem fehlenden Informationsaustausch führen…

Führungskräfte verpflichten sich vertraglich zur Verschwiegenheit und akzeptieren Konkurrenzklauseln in ihren Verträgen, die einen zeitnahen Wechsel zu Wettbewerbsunternehmen verhindern sollen. Angestellte und Produktionsmitarbeiter arbeiten teilweise in abgeschirmten Bereichen, ein Informations- und Wissensaustausch untereinander ist häufig nicht möglich. Die Teilnahme an Arbeitskreisen, in denen Mitarbeiter aus unterschiedlichen Unternehmen Themen diskutieren und Erfahrungen austauschen, werden selten oder auch gar nicht genutzt. Lieferanten und Kunden unterziehen sich aufwändigen Kontrollen, bevor sie das Werksgelände betreten und auch wieder verlassen können.

Wieso kann die Abschirmung des Unternehmens Probleme verursachen?

Als Folge schirmt sich der Betrieb immer mehr vom Rest der Unternehmen ab und bildet eine Enklave, in der alle Prozesse intern erarbeitet und beurteilt werden, ohne dass vermeintlich interessante Erkenntnisse und Entwicklungen von außerhalb Berücksichtigung finden können.

Genau das habe ich bei einem deutschen Konzern erlebt, welcher mit seinen über 4.000 Mitarbeitern in Deutschland hochwertige medizintechnische Produkte herstellt. Komplexe Fertigungsprozesse wurden von hochqualifizierten Mitarbeitern analysiert und optimiert, Prüfverfahren entwickelt und in die Fertigung integriert.

Der Einsatz eines Interim Managers der F&P Executive Solutions AG brachte die Erkenntnis, dass die jahrelang verwendeten Kühl- Schmierstoffe für die zu verarbeitenden Werkstoffe völlig ungeeignet waren. Der schnelle Einsatz alternativer Medien führte zu einer Verdoppelung der Werkzeug- Standzeiten, die Oberflächenqualität der produzierten Teile wurde deutlich verbessert und auch die Schwankung der mechanischen Werte konnte durch die Verwendung eines neuen Schmierstoffs minimiert werden. Nicht zu vernachlässigen war noch die dauerhafte Reduzierung der Werkzeugkosten um mehr als 1 Mio. €.

Die Frage muss erlaubt sein, wieweit die Abschottung eines Unternehmens zur Sicherung des Knowhows gerechtfertigt ist und ob die eigenen Mitarbeiter daher wichtige Kontakte, sowie externe Veranstaltungen nicht ausreichend nutzen können.

Die Sozietät der F&P Executive Solutions AG bietet mit ihren Experten bietet ein umfassendes Portfolio zur Unterstützung von KMU und Konzernen bei der Umsetzung von Projekten, Überbrückung von Vakanzen und Restrukturierungen an. Die vielfältigen Expertisen unserer Interim Manager ermöglichen eine gezielte Beratung und nachhaltige Verbesserungen der vormals kritischen Bereiche.

Der „Blick über den Tellerrand hinaus“ ist uns genauso wichtig wie die Zufriedenheit der Kunden über die schnelle und professionelle Lösung der Aufgaben.

Know-how Schutz - glühende Glühbirne

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