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Risiken erkennen, Schutzmaßnahmen umsetzenCybersecurity 2026

Autor: Götz Stapelfeldt

Die digitale Transformation bietet enorme Chancen – aber auch neue Bedrohungen. Ob Unternehmen, Behörden oder Privatpersonen: Die Zahl der Cyberangriffe steigt rasant. Cyberkriminalität ist heute professionell organisiert, automatisiert und global vernetzt. Der Schutz sensibler Daten und Systeme wird zur unternehmerischen Pflicht – und zum Wettbewerbsfaktor.

Unsichtbare Gefahr: Das Netz ist größer, als man denkt

Das Internet besteht aus drei Ebenen:

  • Clear Net: Öffentlich zugängliche Webseiten (z. B. Google, Wikipedia)
  • Deep Web: Interne Netzwerke, geschützte Datenbanken, Cloudsysteme
  • Darknet: Ein anonymer, abgeschotteter Bereich – oft missbraucht für illegale Aktivitäten

Nur ein Bruchteil des Webs ist für die breite Öffentlichkeit sichtbar. Der Großteil liegt im Verborgenen – und enthält enorme Mengen sensibler Informationen.

Dauerangriffe aus dem Netz: Realität statt Ausnahme

Monitoring-Dienste zeigen: Cyberattacken finden im Sekundentakt statt – weltweit. Dabei sind es nicht nur organisierte Gruppen, sondern auch private Hacker, die Sicherheitslücken ausnutzen. Tools wie shodan.io machen es einfach, ungeschützte Geräte, Server oder Überwachungssysteme aufzuspüren.

Das schwächste Glied: Passwörter

Viele Angriffe sind nicht hochkomplex – oft genügt ein einziges, schwaches oder mehrfach verwendetes Passwort. Plattformen wie dehashed.com zeigen, wie weit verbreitet gestohlene Zugangsdaten sind. Ein ungesichertes Passwort kann reichen, um ganze Systeme lahmzulegen.

Ransomware: Wenn der Zugriff plötzlich gesperrt ist

Ransomware-Angriffe sind eine der größten Bedrohungen unserer Zeit. Systeme werden verschlüsselt, Unternehmen erpresst. Gruppen wie LockBit oder BlackCat dokumentieren ihre Angriffe öffentlich im Darknet. Das Geschäftsmodell boomt – und trifft täglich neue Opfer.

Sicherheit durch das „Defense-in-Depth“-Prinzip

Ein wirksames Cybersecurity-Konzept basiert auf mehreren Verteidigungsebenen. Empfehlungen kommen u. a. von:

  • ISO/IEC 27001
  • IEC 62443
  • BSI-Grundschutz
  • NIS-2-Richtlinie

Wichtige Schutzmaßnahmen:

  • Netzwerksegmentierung
  • Firewalls & Datendioden
  • Physische Zugangssicherung
  • Regelmäßige Backups & Recovery-Tests

Menschliche Wachsamkeit bleibt entscheidend

Neben technischer Infrastruktur ist Awareness zentral. Mitarbeitende müssen geschult werden:

  • Anhänge & Absender kritisch prüfen
  • Keine unbekannten USB-Sticks verwenden
  • Sicherheitsvorfälle sofort melden
  • Besucherkontrollen ernst nehmen

Cybersecurity beginnt im Kopf – und mit klaren Routinen.

Fazit: Sicherheit ist kein Produkt, sondern ein Prozess

Cybersecurity ist ein kontinuierlicher Prozess, keine einmalige Maßnahme. Unternehmen und Privatpersonen müssen akzeptieren: Angriffe sind die Regel, nicht die Ausnahme. Sicherheit entsteht durch:

  • Know-how & kontinuierliche Weiterbildung
  • Prävention & technische Schutzmechanismen
  • Klare Prozesse & schnelle Reaktionsfähigkeit

„Wenn du den Feind und dich kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten.“
Sunzi, chinesischer General & Stratege

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